SIE SIND NICHT ALLEINE.

WIR BETREUEN STERBENDE

 STATIONÄR UND AMBULANT.

PRESSE

Hospiztag mit Angehörigen in Uelzen

Am Samstag den 14.10.2017 war Welthospiztag, eine Gelegenheit, alle Angehörigen derer einzuladen, die im vergangenen Jahr im Hospiz am Stadtwald verstorben sind. Da auf dem Campus am Stadtwald auch die Adventgemeinde ist, wurde dort ein besonderer Gedenkgottesdienst gestaltet, mit Texten, besinnlicher Musik und der Verlesung der 147 Namen all derer, die in diesem Jahr gegangen sind. Pastor Hans-Otto Reling legte in seinen Gedanken den Fokus auf die Spuren, die jeder Mensch im Leben und in seinen Mitmenschen hinterlässt.

Nach dem Gottesdienst in der Kirche konnte jeder noch einmal die Gelegenheit nutzen, im Raum der Stille des Hospiz eine Erinnerungskerze anzuzünden und auf der Terrasse einige Musikstücke des Uelzener
Saxophonorchesters zu hören. Im Anschluss nutzten noch viele die Möglichkeit zum Gespräch bei Kaffee und Kuchen. Es war ein tröstender Tag, der ein wenig das Gefühl gab, dass man auch im Leid nicht allein sein muss.

Quelle: nib.adventisten.de

Zeitungsartikel

Artikel aus dem Jahr 2016
Wünsche sind willkommen

„Wunschmomente“ – Initiative von DRK, Hospiz am Stadtdwald und Palliativnetz

Artikel von dem DRK

15.06.2016

Uelzen. Ein Tag am Meer oder in den Bergen, ein Besuch im Heimatort, ein Eis im Eiscafé essen – manchmal sind die Wünsche nur klein, aber mangels passender Transportmöglichkeiten nicht zu erfüllen. Die Ehrenamtlichen der DRK-Bereitschaft Uelzen erfüllen Wünsche von Menschen die unheilbar erkrankt sind.

Dr. Marina Heinze, Ärztin für Palliativmedizin, Fachärztin für Anästhesie und Rettungsmedizin und Inka Franke, Krankenschwester, haben die Initiative ergriffen und „Wunschmomente“ ins Leben gerufen. Sie konnten, für
dieses zu Herzen gehende Angebot, Ehrenamtliche der DRK-Bereitschaft Uelzen, zur Mitarbeit gewinnen.

Noch einmal das Elternhaus sehen, eine Fahrt durch den Heimatort, ein Eis im Eiscafé essen, ein Tag am Meer, einen Sonnenuntergang am Meer erleben, ein Besuch im Kino, Theater oder ein Besuch in der Heide – einmal noch Kaffee und Kuchen im Lieblingscafé genießen.

„Manchmal ist es nur ein kleiner Wunsch – er ist aber für einen unheilbar kranken Menschen und seine Angehörigen sehr wichtig“, sagen die beiden.
Oftmals scheitert die Erfüllung dieses Wunsches an einer nicht vorhandenen Transportmöglichkeit. Diese Wünsche können jetzt erfüllt werden.
Die DRK-Bereitschaft Uelzen bietet in Zusammenarbeit mit dem
Hospiz am Stadtwald und dem Palliativnetz Landkreis Uelzen diese „Wunschmomente“ an.

Die Wünsche, die an „Wunschmomente“ herangetragen werden, werden geprüft und von ausgebildeten, ehrenamtlichen Mitgliedern der DRK-Bereitschaft Uelzen mit einem DRK-Fahrzeug durchgeführt.
Die Ziele sollten innerhalb einer Tagesfahrt erreichbar sein. Die Fahrten werden von medizinischem Fachpersonal begleitet, wünschenswert wäre auch die Begleitung durch einen Angehörigen.

Wer einen Wunsch äußern möchte sollte sich mit der DRK-Bereitschaft Uelzen,
Miesbacher Straße 4, 29525 Uelzen, Telefon (0581) 9032270,
E-Mail: bereitschaft@drk-uelzen.de in Verbindung setzen. Wünsche werden kostenlos und so schnell wie möglich erfüllt.

Den Tagen mehr Leben geben

Hospiz am Stadtwald gibt nach zwei Jahren Erfahrungen in Uelzen Einblicke in seine Arbeit

30.05.2016

Von Folkert Frels

  
Überreichten einen Spenden-Scheck für weitere „Bed-Server“: Wolf-Eberhard Graßhoff und Hartmut Schrader bei der Übergabe an Karsten Hüttig und Martina Schubert-Messenbrink (von rechts). © Frels

Uelzen. „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. “ Lady Cicely Saunders, die dies sagte, war eine englische Krankenschwester und Sozialarbeiterin.

Das moderne Hospizwesen und die begleitende Palliativmedizin berufen sich in ihrem Wirken auf sie. Auch das „Hospiz am Stadtwald“ führt diese Worte auf der Homepage und informiert am Sonnabend beim „Hospiztag“ darüber, wie Hospizarbeit im Allgemeinen und speziell in diesem Haus die letzten Tage unheilbar Kranker positiv gestalten kann.

Pflegedienstleiterin Martina Schubert-Messenbrink lässt in ihren Ausführungen zum Thema „Erfahrungen nach zwei Jahren Hospiz am Stadtwald“ einzelne regelmäßig wiederkehrende Aktionen Revue passieren. Schon mehrfach hat die Uelzener Freimaurerloge „Georg zur Deutschen Eiche“ durch Spenden den Ankauf von „Bed Servern“ ermöglicht. Auch an diesem Tag haben Wolf-Eberhard Graßhoff und Hartmut Schrader einen Scheck mitgebracht, den sie aus dem „Sack der Witwen“ ziehen. Schrader erläutert diesen Begriff, indem er auf die besonders bei den mittelalterlichen Zünften der Steinmetze und Maurer übliche Absicherung für die Hinterbliebenen eingeht.

Diese Spende, die unter anderem bei der erst kürzlich durchgeführten Veranstaltung „Stark gegen Krebs“ zusammengetragen wurde, wird zu weiteren dieser „Bed Server“ führen, mit denen die zumeist bettlägrigen Gäste des Hospizes besser betreut werden können.

Anschließend haben die Anwesenden die Qual der Wahl: Dr. Hans-Otto Reling von der Adventgemeinde macht sich Gedanken darüber, „Wenn die Worte am Lebensende fehlen“, während Prokurist Georg Remmert und Karsten Hüttig, zuständig für Aufnahmesteuerung und Sozialarbeit, sich des immer noch existierenden Tabus „Sterben“ annehmen und erklären: „Wie funktioniert Hospizarbeit?“

Obwohl es die von England ausgehende Hospizbewegung auch in Deutschland schon seit längerem gibt, hat der Gesetzgeber erst 1997 der Entschädigung ehrenamtlicher Tätigkeit einen rechtlichen Rahmen gegeben.

Das stationäre Hospizangebot richtet sich an Menschen, die an einer unheilbaren, chronischen Erkrankung leiden und bei denen die häusliche Versorgung wegen des hohen pflegerischen Aufwands oder der Schwere der Erkrankung nicht mehr möglich ist. Der Nachweis hierüber wird durch ein Hospizgutachten erbracht, das der behandelnde Arzt ausfüllt. Dieses wird der Krankenkasse zugesandt, die in der Regel die Kostenübernahme erteilt.

Einblicke in die Hospizarbeit

Zwei Jahre in Betrieb: Einrichtung am Uelzener Stadtwald informiert über Erfahrungen

19.05.2016

von Norman Reuter

 

Im Garten des Hospizes steht ein Erinnerungsstein mit den Namen der Verstorbenen, die in der Einrichtung die letzen Tage ihres Lebens verbrachten. © Archivfoto: Bautsch-Ludolfs

nre Uelzen. Es ist für Menschen, die attestiert bekommen, nur noch wenige Woche oder Monate zu leben, der letzte Zufluchtsort: Das Hospiz in Uelzen. Seit Frühjahr 2014 werden am Stadtwald Menschen gepflegt, für die es keine Hoffnung mehr auf Genesung gibt.

Mitarbeiter der Einrichtung wollen Bewusstsein für das Thema schaffen und die Einrichtung Interessierten vorstellen. Dazu plant das Advent-Wohlfahrtswerk, das das Hospiz betreibt, am Sonnabend, 28. Mai, den sogenannten Hospitztag.

Im Garten der Einrichtung steht ein Erinnerungsstein. Nach dem ersten Jahr des Betriebs des Hospizes trug er bereits 161 Namen von Verstorbenen. Inzwischen sind wieder zwölf Monate vergangen. Erfahrungen aus zwei Jahren des Betriebs sollen am 28. Mai ab 13.30 Uhr vorgestellt werden. Im Anschluss werden Georg Remmert und Karsten Hüttig über die Arbeit im Hospiz berichten. Wie kann Schmerz- und Symptomlinderung erfolgen, wie können die Bewohner des Hospiz bei ihrem letzten Weg begleitet werden? Das sind Fragen, die an diesem Tag gestellt und beantwortet werden. Unter anderem auch von Dr. Hans-Otto Reling. Er ist Seelsorger am Hospiz. Reling wird ab 14 Uhr über das Thema „Wenn die Worte am Lebensende fehlen“ referieren. Es schließen sich Führungen durch die Einrichtung an.

Bereits um 10 Uhr wird es einen Gottesdienst geben. Musikalisch umrahmt wird er von Konzertpianist Ronny Kaufhold, der am Tag darauf, Sonntag, 29. Mai, auch ein Benefizkonzert in der Adventsgemeinde zugunsten des Hospizes geben wird. Das Konzert beginnt um 16 Uhr.

Ein letztes mal die Füße in der Nordsee

Initiative „Wunschmomente“ erfüllt schwerkranker Frau ihren Herzenswunsch

Fotos: DRK: Inka Franke (von links), Hilda Braun-Lutz und Alexander am Strand von Cuxhaven. Inka Franke und Hilda Braun-Lutz lassen sich das Wasser um die Füße plätschern.

Uelzen. „Ich liebe die Nordsee“, sagt Hilda Braun-Lutz (62), „sie ist wie das Leben. Mal rau, mal ganz sacht, mal gibt es große Wellen, an anderen Tagen schwappen sie leise an den Strand.“

Die Aktion „Wunschfahrten“, eine Initiative der Ehrenamtlichen der DRK-Bereitschaft Uelzen, Hospiz  Stadtwald in Uelzen und des Palliativnetzes Landkreis Uelzen, erfüllte der schwerkranken Frau aus Uelzen einen letzten großen Wunsch: ein Tag an der Nordsee.

Morgens holten Inka Franke und Julia Ulm, beide Mitglieder der DRK-Bereitschaft Uelzen, die schwerkranke Frau, die im Hospiz im Stadtwald in Uelzen lebt, mit einem Krankentransportwagen (KTW) ab und starteten nach Cuxhaven. Mit dabei auch Alexander (39), der Sohn von Hilda Braun-Lutz. „Alexander wollte mir so gerne diesen Wunsch, einen Tag am Meer zu verbringen, erfüllen“, erzählt Hilda Braun-Lutz. Leider habe es an einem passenden Transportmittel gefehlt.

Durch die Aktion „Wunschmomente“ der DRK-Bereitschaft Uelzen konnte ihr dieser Herzenswunsch erfüllt werden.

„Es war einfach wunderschön, ich konnte das Leben noch einmal richtig genießen“, sagt die Uelzenerin voller Dankbarkeit. Vor Ort habe ein Bekannter ihres Sohnes ihnen die schönsten Ecken gezeigt.

Erst mit dem KTW, dann mit dem Rollstuhl und dann sogar noch Fuß, gestützt von ihrem Sohn und Inka Franke, ist die schwerkranke Frau bis zum Wasser  gekommen und hat sich das kühle Nass um die Füße spülen lassen. „Das war so schön“, schwärmt Hilda Braun-Lutz. Schon früher habe sie Auszeiten am Meer genossen. Eis essen, eine Fischsuppe genießen – alles hat sie jetzt noch einmal erleben dürfen.

Voller Dankbarkeit ist sie gegenüber dem Hospiz am Stadtwald in Uelzen und dem DRK. „Alle zusammen haben mir diesen Tag ermöglicht!“

„Wunschmomente“ ist eine Initiative der DRK-Bereitschaft Uelzen, Hospiz am Stadtwald und dem Palliativnetz Landkreis Uelzen. Sie ermöglichen Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden und keine lange Lebenserwartung mehr haben, einen letzten großen Wunsch. Die Wünsche die an „Wunschmomente“ herangetragen werden, werden geprüft und von den ehrenamtlichen Mitgliedern der DRK-Bereitschaft durchgeführt. Das Ziel sollte innerhalb einer Tagesfahrt (Hin- und Rückfahrt) zu erreichen sein. Die Bereitschaft ist unter Telefon (0581) 9032270 zu erreichen.

Hospiz am Stadtwald: Erfülltes Leben in schweren Tagen

Uelzen. Das Hospiz am Stadtwald gibt sterbenskranken Menschen und Sterbenden, die nicht im häuslichen Rahmen gepflegt werden können und im Krankenhaus austherapiert sind, ein würdiges Refugium für ihre letzte Lebensphase. Die ganzheitliche medizinische Betreuung, liebevolle Pflege, Gesprächstherapien sowie psychosoziale und spirituelle Hilfe stehen hier im Vordergrund, um den Tagen mehr Leben zu geben.

Die Angehörigen werden in die Begleitung mit einbezogen und in ihrer Trauer aufgefangen. Qualifizierte Fachkräfte arbeiten eng mit den Palliativärzten zusammen. Der Sozialdienst berät und unterstützt bei allen Formalitäten.

Der Tag wird abwechslungsreich gestaltet, es wird gebastelt und gesungen, gemeinsam mit den Angehörigen Lieblingsgerichte gekocht und im großen Kreis gespeist. Gerade jetzt im Frühling, wo die Sonne sich einmal öfter zeigt, können auch deren wärmende Strahlen auf der Terasse genossen werden.

Aufzüge im Haus und bewegliche Betten machen es den Mitarbeitern einfach, diese schönen Wünsche zu erfüllen. „Die Erfüllung mancher Wünsche sind im privaten Rahmen gar nicht möglich, bereiten hier aber viel Freude. Unsere Gäste fühlen sich wohl und schätzen die Fröhlichkeit im Haus“, so Martina Schubert-Messenbrink, Pflegedienstleitung.

12.500 Euro verschenkt

Lionsclub unterstützt Uelzener Organisationen

31.01.2016

Der Lionsclub Uelzen konnte zahlreiche Projekte unterstützen. Foto: olu

Uelzen (olu). Eine große Schar von Gästen konnte Präsident Dr. Karl-Heinz Salzbrunn anlässlich des diesjährigen Neujahrsempfanges des Lions-Clubs Uelzen im Gemeindehaus der St. Johannis Gemeinde Uelzen begrüßen. Höhepunkt war die Spendenvergabe aus dem Verkaufserlös des Lions-Adventskalenders 2015. Mit einem Nettoergebnis von 12.500 Euro sei, so Dr. Salzbrunn, wieder ein großartiges Ergebnis erzielt worden.

Den Schwerpunkt der Förderung bildeten auch dieses Mal wie- der Kinder- und Jugendprojekte. Er dankte den Sponsoren für ihre Unterstützung, die es ermöglichte, einen so attraktiven Kalender anzubieten. Dieser inzwischen sechste Adventskalender von Lions Uelzen habe sich als
echter Selbstläufer erwiesen und sei bis auf das letzte Exemplar verkauft worden.

Sein besonderer Dank galt dem unermüdlichen Organisator der bisherigen Adventskalender Willi Saatkamp und auch den Verkaufsteams und Verkaufsstellen. Ab 2016 werde nun eine Arbeitsgruppe für den nächsten Kalender verantwortlich sein. Der Vorsitzende des Lions-
Fördervereines, Jürgen Schmidt, assistiert durch Dr. Salzbrunn, übergab die einzelnen Spenden an folgende Empfänger:

St. Johannis Gemeinde Uelzen für Hausaufgabenhilfe, Mittagstisch 2000 Euro

St. Petri Gemeinde Uelzen für Hausaufgabenhilfe, Betreuung 1.500 Euro

Kinderschutzbund Uelzen für Hausaufgabenhilfe, Essen, Betreuung 2.500 Euro

Migrationsdienst CJD/JMD für Sprachförderung für Kinder und Jugendliche 2.000 Euro

Pfadfinder St. Hubertus Uelzen für Fehlbetrag Renovierungsarbeiten 250 Euro

„Legi“, Legasthenie Verein 1.500 Euro

Aktion Gemeinschaftssinn 1.250 Euro

Hospiz Uelzen 1.250 Euro

Projektunterstützung in der Flüchtlingsunterkunft Nothmannstraße 250 Euro

Willi Saatkamp bedankte sich für besondere gestalterische Unterstützung bei Georg Lipinsky und Hans Lepel sowie bei den Sponsoren. Insgesamt 55 Sponsoren und Spender haben Gewinne im Gesamtwert von 8.630 Euro zur Verfügung gestellt, die auf 210 Gewinne aufgeteilt wurden.

Der Adventskalender 2016 soll unter dem Motto „Wintervergnügen“ von Schülern des Herzog-Ernst-Gymnasiums und des Lessing-Gymnasiums
über einen Malwettbewerb gestaltet werden. Neben Einzelpreisen und Spenden für die Elternvereine werden die beteiligten Schüler je 1.500 Euro für einen guten Zweck erhalten.

Als Ausblick auf die kommenden Lions-Aktivitäten erläuterte Dr. Salzbrunn, dass auch 2016 ein Schwerpunkt wieder die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit auch unter Berücksichtigung der Flüchtlingssituation sein werde.

Artikel aus dem Jahr 2014
Liebevolle Betreuung

Ein Ort des Lebens und des Abschieds: das Hospiz

Artikel aus der AZ

08.11.14

Menschen, die so schwer erkrankt sind, dass eine Heilung ausgeschlossen ist, und denen es auch nicht möglich ist, in ihrer häuslichen Umgebung zu verbleiben, haben in einem Hospiz die Möglichkeit, ihre letzten Lebenstage in Würde und liebevoller Begleitung zu verbringen. Als Voraussetzung zur Aufnahme wird in der Regel lediglich ein entsprechendes Gutachten des behandelnden Arztes benötigt. Im Mittelpunkt der Hospizarbeit stehen der erkrankte Mensch und dessen Angehörige. Menschliche Zuwendung steht dabei im Vordergrund. Oft werden zusätzlich Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige und Familie geboten.

Ein Hospiz soll sowohl ein Ort des Lebens als auch des Abschieds sein. Ergänzt wird die ganzheitliche medizinische Betreuung der Hospizgäste durch Gesprächsbegleitung und psychosoziale sowie spirituelle und seelsorgerische Hilfe, die auch die Angehörigen in ihrem Abschiednehmen und Trauern mit einschließt. Im Hospiz sind qualifizierte Fachkräfte tätig, die über Weiterbildungen im Bereich der Pallialivpflege verfügen. Häufig leben Hospizeinrichtungen auch vom Engagement ehrenamtlicher Helfer, die Zeit zum Reden, Schweigen und Zuhören mitbringen. Eine Betreuung kann unter Umständen auch ambulant erfolgen.

HOSPIZ AM STADTWALD

Ein Hospiz für Uelzen „Hospiz Am Satdwald gGmbH“

29525 Uelzen • Peter-Cordes-Weg 3a • Telefon 05 81|97 16 56-02

Säule aus Steinen erinnert an Verstorbene

Feierstunde im Uelzener Hospiz am Stadtwald / Namen von bislang 60 Menschen verlesen

Artikel aus der AZ

Von Ute Bautsch-Ludolfs

13.10.14

Pastor Dr. Hans-Otto Reling zeigte einen Anker als Symbol für das was den Angehörigen Verstorbener Haft gibt

Eine Säule aus gebrochenen Steinen erinnert an bislang 60 Menschen, die im Hospiz gestorben sind. Fotos: Bautsch-Ludolfs

Uelzen. Am Welthospiztag, der am Sonnabend auf die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen aufmerksam machte, wurde im Uelzener Hospiz am Stadtwald ein Erin-nerungsstein eingeweiht. Die Säule, die mit gebrochenen Steinen überzogen ist, erinnert an bislang 60 Menschen, die in der Einrichtung verstorben sind. Ihre Namen wurden beim Erinnerungstag im benachbarten Gemeindezentrum der Adventgemeinde verlesen.

Zum Erinnerungsstein mochte Johanna Vette nicht mitgehen. Zu frisch war der Schmerz. Erst vor zwei Monaten ist ihr Mann Hans im Hospiz verstorben. „Er wollte hierher. Es hat ihm super gefallen“. berichtete die Witwe. „Es waren viereinhalb Wochen voller Liebe und Geduld. Und er fühlte sich so geborgen“, führt sie leise aus. „Auch ich bin mit begleitet worden. Und wenn es nur mal die Tasse Kaffee am Bettrand war – es hat unheimlich gut getan.“

„Erinnerung ist eine Form der Begegnung – nach innen, in die Vergangenheit. in die Gegenwart, und bedeutet auch, nicht einsam zu sein“, erklärte Georg Rernmert, Geschäftsführer des Anfang März in Betrieb genommenen Hospizes. den Sinn des Erinnerungstags.

„Zukunft braucht Erinnerung“, diesen schlichten Satz des Philosophen Odo Marquardt, stellte Pastor Dr. Hans-Otto Reling über seine Andacht. „Trauer ist hart. Ratlos und ohnmächtig versuchen wir zu verstehen, was geschehen ist, sagte der Seelsorger. Doch die Erinnerung könne auch trösten, denn sie führe zur Liebe und zur Dankbarkeit. Als Symbol hob Dr. Rehling einen großen „Anker für die Seele“. Halt fänden Menschen, die um Verstorbene trauern, in Aufgaben, in Glaube und Hoffnung, in der Stille. Den Erinnerungsstein hat der Steinmetz Mathias Müller gestaltet. Die zerbrochenen, unterschiedlich farbigen Granitsteine sind so einmalig wie der Verstorbene, der hier individuell betreut wurde. Mitarbeiter haben die Namen der bereits Verstorbenen daraufgeschrieben. Mit der Zeit wird die Schrift verbleichen…

"Stille Zeichen" im Abschiedsraum

Lutz Michaelis spendet Gemälde fürs Hospiz

Artikel aus der AZ

09.10.14

Uelzen. Der Uelzener Architekt Lutz Michaelis spendete dem Hospiz Am Stadtwald Kunstwerke aus dem Nachlass seiner verstorbenen Frau der Künstlerin Ingeborg Michaelis (1938-2012). Bei den Gemälden handelt es sich um mehr, als nur um Dekoration. So regt schon das große Gemälde im Eingangsbereich zum Nachdenken an. Es trägt den Titel „grün flüchtig“ und gehört zu einer Reihe Bilder, die mit der Überschrift „Flüchtige Begegnung“ versehen sind.

Kurze Momente der Begegnung sind es, die Hospizarbeit prägen. Sie sind flüchtige und oft doch von einer seltenen Tiefe geprägt. In den kurzen Zeiten, die Menschen in ihrer letzten Lebensphase verbringen, verdichtet sich die Biographie des Einzelnen. Mit einem flüchtigen Blick sind vielleicht nur verschwommene Formen erkennbar. Der zugewandte Mensch hingegen kann auch in diesen kurzen Momenten Strukturen und Einzelheiten erkennen.

Auch die weiteren Gemälde haben Bezug zur Hospiz-Arbeit. So findet sich im Raum der Stille das Gemälde „Waldstück“. Im Abschiedsraum sind die Gemälde „Stille Zeichen“ und „Lichtspur“ zu sehen. Die Bilder bieten Möglichkeit des Rückzugs und der Besinnung. Sie sind dadurch mehr als nur Farbakzente an den Wänden.

Der Dank des Hospizes gilt dem Spender, der mit intuitivem Fingerspitzengefühl die richtigen Bilder für die Einrichtung auswählte und zur Verfügung stellte. Die Kunst wird im Hospiz nicht versteckt: Wer möchte darf sich, sofern es die betriebliche Situation zulässt, einen Eindruck von den Bildern machen.

Eine Herberge zum Leben

Das Hospiz am Stadtwald in Uelzen wurde eröffnet und gewürdigt

Artikel aus Freikirche aktuell (adventisten heute)

von Thomas Lobitz

21.06.2014

Die Beatmungsmaschine zischt, das Licht ist grell, überall Schläuche, Weißgekleidete Menschen wiegen ihre Köpfe, Mitleid blickt aus ihren Augen. Wie lange mag der Patient noch durchhalten? Kein vertrautes Gesicht, kein vertrauter Geruch, keine Hand. Alles ist so steril. Dann kommt der letzte Atemzug, die Decke wird über das Gesicht gezogen. Keine Zeit zum Abschiednehmen, der nächste wartet schon. Die letzten Tage des Lebens gehören manchmal zu den schlimmsten.

Es geht auch anders. Die britische Ärztin und Krankenschwester Cicley Saunders (1918-2005) gründete 1967 in London ein Hospiz, in den todkranke Menschen in Frieden Abschied nehmen und sterben konnten. Inzwischen hat sich die Idee der Hospize in viele Länder ausgebreitet. Auch das Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW) sieht darin eine gute Möglichkeit, den Menschen zu dienen und hat bereits vor einigen Jahren gemeinsam mit dem Hospizdienst Oberspreewald-Lausitz e.V. das Hospiz Friedensberg in Lauchhammer gegründet. Seit dem 01. März betreibt das AWW auch ein Hospiz in Uelzen. Am 18. Mai wurde das Haus offiziell und feierlich eröffnet.

In seiner kurzen Predigt „Eine Herberge zum Leben“ griff der Pastor der örtlichen Adventgemeinde, Hans-Otto Reling, verschiedene Aussagen von Cicely Saunders auf, drunter ihren bekannten Satz: „Wir können nicht dem Leben mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.“ Er wünsche sich „dass das Haus eine Herberge sein möge, ein Ort, an dem sich Menschen angenommen fühlen und spüren, dass sie willkommen geheißen werden, die letzten Tage ihres Lebens wirklich leben und nicht abgeschrieben sind.“

Hospiz-Geschäftsführer Georg Remmert sagte, man strebe eine hohe Qualität an. Dazu bedürfe es der Begegnung, Zuwendung, Menschlichkeit und Menschen, die das leisten. Es gibt 11,5 Stellen im Hospiz – für 11 Gäste. Von einem solchen Personalschlüssel können Pflegeeinrichtungen nur träumen.

Johannes Kaether, Vorsteher des Norddeutschen Verbands (NDV) und Vorsitzender des Trägervereins AWW, sagte vor dem Hintergrund des Gleichnisses von barmherzigen Samariter: „Frage nicht, wann ist genug geholfen worden, sondern frage nach den Möglichkeiten.“ Die Freikirche habe „sich ziemlich ins Zeug gelegt, um das Hospiz zu ermöglichen“.

Der Leiter des NDV-Grundstückverwaltung, Thomas Röstel, lobte die Architektenleistung und die Projektsteuerung. Karl-Heinz Walter, der Leiter der AWW-Altenhilfe e.V. erinnerte daran, dass Jürgen Bogamil, Leiter des AWW-Altenheims in Uelzen, bereits 1996 die Idee aufbrachte, neben einem neuen Altenheim auch Häuser mit betreutem Wohnen und ein Hospiz zu errichten.

„Fast 20 Jahre später ist das meiste fertig“, resümierte er. Das Hospiz ist Teil des „Lebenszentrums Uelzen“ und bildet mit dem Altenheim, dem Wohnhaus und der Adventgemeinde in der Mitte einen gemeinsmane Campus.

Der Uelzener Bürgermeister Otto Lukat freute sich über das erste Hospiz in seiner Stadt und stellte die Überlassung eines Kunstwerks als Dauerleihgabe zur Verschönerung der Hospizräume in Aussicht.

Grußworte sprachen auch der evangelische Probst Jörg Hagen und Rose Kiepel vom Hospiz Hospiz in Lauchhammer, die anstelle eines Blumenstraußes ein Blumengemälde mitbrachte. Die Feierstunde urde durch mehrere Klavierstücke bereichert, virtuos vorgetragen von Ronny Kaufhold, der einen Tag zuvor ein Benefizkonzert zugunsten des Hospizes gegeben hatte. Denn das Hospiz ist auf Spenden angewiesen. Zwar tragen Krankenkassen 90 Prozent der Kosten, 10 Prozent müssen jedoch aus anderen Quellen fließen.

Nach der Feierstunde konnten die Gäste das Hospiz besichtigen. Einige Menschen leben bereits dort. Sie wohnen in hellen Zimmern und können zu jeder Tages- und Nachtzeit eine Mahlzeit zu sich nehmen. Eine in der Nähe ansässige Palliativärztin kümmert sich um die medizinische Versorgung. Grelles Licht und Zeitdruck gibt es nicht. Ein würdiger Ort zum Leben – und Sterben.

Benefiz-Konzert im Advent-Altenheim erbringt 200 Euro für das Uelzener Hospiz

Artikel aus der AZ

Von Sabine Liedtke

01.07.14

Der Bläserchor der Adventgemeinde Grindelberg musizierte im Advent-Altenheim an der Uelzener Waldstraße für einen guten Zweck. Foto: Liedtke

Uelzen. „Wir haben Spenden von 133 Euro eingenommen, unser Haus hat diese auf 200 Euro aufgerundet“, bilanzierte Jürgen Bogumil, Leiter des Advent-Altenheims an der Uelzener Waldstraße. Dörte Janning, Leiterin des Sozialen Dienstes im Altenheim, hatte jetzt ein Benefiz-Konzert zugunsten des im März eröffneten Uelzener Hospizes organisiert. Es musizierte der Bläserchor der Adventgemeinde Grindelberg.

„Die Spenden werden dringend benötigt, sowohl für die Innenausstattung des Hospizes wie weiteres Mobiliar, Bilder, Dekorationsartikel oder Grünpflanzen als auch für den Außenbereich. Da fehlen zum Beispiel noch Gartenbänke“, erläuterten Bogumil und Janning.

„Mit dem Musik-Angebot können viele der Bewohner motiviert werden, auch die Demenz-Kranken werden mit Musikveranstaltungen gut erreicht“, sagte Janning.

Und so waren unter den etwa 70 Gästen des Konzerts etwa ein Drittel der Bewohner des Altenheims anwesend. Die übrigen Zuhörer setzen sich aus Nachbarn und Angehörigen der Bewohner zusammen. „Dadurch, dass das Konzert ins ganze Haus übertragen wird, können auch die teilhaben, die ihr Zimmer nicht verlassen können oder möchten“, schilderte Janning.

Nach dem musikalischen Eröffnungsstück von Georg Friedrich Händel präsentierte der Bläserchor zuerst Bläsermusik wie die „Pavane“ von Pierre Phalese, einen gradtaktigen Schreittanz spanisch-italienischer Ursprungs. Es folgten Choräle wie der „Chorale St. Antoni“ von Joseph Haydn, arrangiert von Amadeus Egermann.

„Stimmt es, dass mein Leben mit 65 anders ist als mit 25?“, fragte Ulf Röder, Pastor des Gemeindebezirks der Adventgemeinden Lüneburg-Uelzen, in seiner Andacht. Die Augen würden schlechter, möglicherweise bekomme man auch einen Schlaganfall, die Familie sei vielleicht im Ausland, aber Gott sei immer da, betonte Röder. Beim anschließenden „Bewahre uns Gott“ und den folgenden bekannten Volksliedern wie „Im schönsten Wiesengrunde“ und den beschwingteren Stücken wie der Volksweise „Hevenu shalom“ wurde mitgesungen.

Ein Haus des Lebens

Hospiz am Uelzener Stadtwald wurde gestern offiziell eröffnet

Von Ute Bautsch-Ludolfs

Artikel aus der AZ

19.05.2014

Begrüßten Besucher der Eröffnung: Geschäftsleiter Manuela Plogmacher und Georg Remmert mit der Pflegedienstleiterin Martina Schubert-Messenbring. © Bautsch-Ludolfs

 

Uelzen. Gestern Nachmittag zeigte sich Uelzen trüb, düster, klamm und grau. Da wird sich nach Schutz, Geborgenheit und Wärme gesehnt. Das und viel, viel mehr bietet das Hospiz am Stadtwald auch, das gestern feierlich eröffnet wurde.

Das Haus des Advent-Wohlfahrtswerks und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten soll ein würdiges Refugium für die letzte Lebensphase bieten. In dem Hospiz werden Schwerstkranke bis zu ihrem Tod betreut.

Geschäftsführer Georg Remmert erzählte bei der Feier in der St. Johannis Kirche die Geschichte eines Hospiz-Gastes, der ins Krankenhaus musste, aber „nach Hause wollte“ und damit das Hospiz meinte, aus dem er kam. „Um eine solche Versorgungsqualität zu haben, dass es als Zuhause empfunden wird, bedarf es Begegnung, Zuwendung, Menschlichkeit und Menschen, die das machen.“ Viele Wortbeiträge folgten umschlossen durch virtuoses Klavierspiel mit Werken von Ravel, Bach und anderen.


Pastor Dr. Hans-Otto Reling, Pastor und Seelsorger der Adventgemeinde sprach zur Eröffnung.
© Bautsch-Ludolfs

„Die Stadt Uelzen besitzt ein neues Haus“, so Pastor Dr. Hans-Otto Reling von der Landeskirche der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Zusammen mit dem Advent-Wohlfahrtswerk ist sie Gesellschafter der „Hospiz Am Stadtwald gGmbH“. „Was ist das für ein Haus des Lebens, in dem gestorben wird?“, fragte Reling und ging zurück zur Grande Dame der Hospizbewegung Cicely Saunder. Dr. Reling sprach seinen Wunsch aus, dass das Haus eine Herberge sein möge, ein Ort, an dem sich Menschen angenommen fühlen und spüren, dass sie willkommengeheißen werden, die letzten Tage ihres Lebens wirklich leben und nicht abgeschoben und abgeschrieben sind. In dem Haus möge gewacht werden, wachsam mit den Gästen umgegangen werden. Durch die Gegenwart, durch das Herz der Mitarbeiter möge wertschätzende Achtsamkeit vermittelt werden.

Auch Johannes Näther (Vorsteher des Norddeutschen Verbandes der Adventisten), Thomas Röstel (Prokurist der Grundstücksverwaltung des Verbandes) und Karl-Heinz Walter vom geschäftsführenden Vorstand kamen zur offiziellen Eröffnung und betonten die Entwicklung des Hospizes – deren Gäste übrigens keiner bestimmten Konfession angehören müssen –, die hohe gestalterische und funktionale Qualität des Hospiz und die Herausforderung für die Pflegekräfte.

Uelzens Bürgermeister Otto Lukat zollte Dank und Respekt und sagte, dass mit dem Haus in Uelzen „der letzte Weg im Leben zum würdigen Ende möglich ist“.

Propst Jörg Hagen beglückwünschte und kam auf die Wichtigkeit guter Vernetzung mit verlässlichen Partnern zu sprechen. Der Empfang in der „Adventsgemeinde Uelzen Stadtwald“ und anschließende Führungen durch das Hospiz folgten.

 

Bach für das Hospiz

Pianist Ronny Kaufhold spielt ein Benefizkonzert in Uelzen

Artikel aus der AZ

12.05.14

Uelzen. Ein Klavierkonzert der Extraklasse wird am Sonnabend, 17. Mai, in der Adventgemeinde Uelzen Am Stadtwald zu Gehör gebracht. Das Konzert beginnt um 16 Uhr am Peter-Cordes-Weg 1. Das virtuose Spiel des Pianisten Ronny Kaufhold ist dem Uelzener Publikum durch Konzerte aus vorigen Jahren bereits bekannt. Auch in diesem Jahr wird kein Eintritt erhoben. Neu ist dieses Mal, dass die Spenden nach dem Konzert dem neuen Uelzener Hospizes zufließen werden.

Das Konzert wird organisiert und finanziert vom Advent-Altenheim Uelzen un der Adventgemeinde Uelzen Am Stadtwald. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelsohn Bartholdy, Edvard Grieg, Maurice Ravel, Sergei Rachmaninow und Ferruccio Busconi.

Der erfolgreiche Konzertpianist Kaufhold wurde 1980 in Sachsen-Anhalt geboren und ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen sowie Stipendiat und Geförderter mehrerer Stiftungen. Seine Konzerte führten ihn seit 2001 auch in die ausverkaufte Philharmonie Berlin, wo er zusammen mit dem Sinfonie Orchester Berlin spielte.

Das Advent-Altenheim Uelzen Am Stadtwald laden zu dem Musikgenuss ein. Am Sonntag 18. Mai umd 15 Uhr wird Kaufhold auch im Rahmen der offiziellen Hospizeröffnung in der St.-Johannis-Kirche zu hören sein.

 

Hospiz in Uelzen wird eröffnet

Ein würdige Heimstatt für den letzten Weg

Artikel aus Generalanzeiger

11.05.14

Uelzen (dwi). Das stationäre Hospiz Am Stadtwald in Uelzen hat im März seinen ersten Gast aufgenommen. Die ersten Tage sind vergangen und nun ist es an der Zeit, die offizielle Einweihung des Hospizes gemeinsam festlich zu begehen. Hierzu laden wir alle Interessierten am 18. Mai ein. Eine öffentliche Festveranstaltung wird um 15 Uhr in der St. Johannis Kirche, Hagenskamp 4 in Uelzen stattfinden. Anschließend ab 17 Uhr laden wir Sie gerne zu einem Snack ein und bieten Führungen im Hospiz Am Stadtwald. Peter-Cordes-Weg 3a in Uelzen an.

Was ist ein Hospiz? Menschen, die so schwer erkrankt sind, dass eine Heilung ausgeschlossen ist und denen es nicht möglich ist, in ihrer häuslichen Umgebung zu verbleiben, haben hier die Möglichkeit, ihre letzten Lebenstage in Würde und liebevoller Begleitung zu verbringen. Kosten entstehen dabei keine. Als Voraussetzung zur Aufnahme wird lediglich ein entsprechendes Gutachten des behandelnden Arztes benötigt.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen der erkrankte Mensch und dessen Angehörige. Das Hospiz versteht sich mit seinen elf Einbettzimmern nicht als Krankenhaus, sondern als Herberge, die zusätzlich Obernachtungsmöglichkeiten für die Familie bietet. In diesem Sinne wird auch nicht von Patienten, sondern von Gästen gesprochen. Das Hospiz soll sowohl ein Ort des Lebens, als auch des Abschieds sein Ergänzt wird die ganzheitliche medizinische Betreuung der Hospizgäste durch Gesprächsbegleitung und psychosoziale, sowie spirituelle und seelsorgerische Hilfe, die auch die Angehörigen in ihrem Abschiednehmen und Trauern mit einschließt.

Im Hospiz sind qualifizierte Fachkräfte tätig, die auch über Weiterbildungen im Bereich der Palliativpflege verfügen. Unterstützt wird deren Arbeit durch eine Kooperation mit dem Hospizdienst im Landkreis Uelzen e. V., welcher ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter ausbildet. die erkrankte Menschen ambulant und stationär betreuen. Diese bringen viel Zeit zum Reden. Schweigen und Zuhören mit. Zudem können offene Fragen anteilnehmend besprochen werden.

Neben dem Hospiz gehören das ebenfalls 2014 eröffnete „Servicewohnen Am Stadtwald“ mit 40 Appartements, sowie das bereits seit 45 Jahren bestehende „Adventaltenheim Uelzen“.

Den Mittelpunkt der Anlage bildet das Kirchengebäude der Adventgemeinde, alles ist eng miteinander verknüpft und schafft somit eine Art Campus-Atmosphäre.

Ganz wichtig: Sowohl das Hospiz. als auch alle anderen Einrichtungen auf dem Gelände stehen allen Menschen, unabhängig ihrer Konfession oder Herkunft offen.

Obwohl die anfallenden Kosten für einen Aufenthalt im Hospiz in der Regel zu 90 Prozent von den Kranken- und Pflegekassen übernommen werden. muss das Hospiz die restlichen 10 Prozent allerdings selber tragen. Daher werden stets Menschen gesucht. die die Hospizidee ideell und/oder finanziell unterstützen. Zu diesem Zweck wurde eigens ein Förderverein ins Leben gerufen. bei dem jeder herzlich willkommen ist. Für alle Fragen zur Aufnahme sowie zur Unterstützung steht die Sozialarbeiterin Doris Wie-nick unten 05 81/97 18 58 02 gerne zur Verfügung.

Perlen des alten Europa

Das Trio Concertini aus Bremen präsentiert zu Gunsten des neuen Uelzener Hospizes musikalische „Perlen des alten Europas“.

Foto: Veranstalter

Uelzen. Es sind Werke von Bach, Händel, Vivaldi, Mozart, Devienne und Hydn, die das Trio Concertini am Sonnabend, 22.März, spielen wird.

An diesem Tag lädt die Adventgemeinde Am Stadtwald zu einem Benefizkonzert unter dem Titel „Perlen des Alten Europa – zwischen Barock und Wiener Klassik“ zu Gunsten des Uelzener Hospizes um 16 Uhr in den Peter-Cordes-Weg 1 ein. Das seit 2009 existierende Musik-Esemble Trio Concertini aus Bremen spielt in der unkonventionellen Besetzung Oboe, Fagott und Flöte. Zwei der Musiker stammen aus der Ukraine, die Flötistin kommt aus China.

Der Eintritt zu dem Konzertnachmittag ist kostenlos.

Am Ende des Konzerts wird eine Spende zu Gunsten des am 1. März eröffneten Uelzener Hospizes erbeten.

Sterben ist Leben

„Hospiz Am Stadtwald“ im Lebenszentrum Uelzen wird eröffnet

von Oliver Huchthausen

Uelzen. „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Diesen Leitsatz von Cicely Saunders, der Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin folgend, wird am ersten März am Peter Cordes Weg 3a das erste stationäre Hospiz in Uelzen eröffnen.

Menschen, die so schwer erkrankt sind, dass eine Heilung ausgeschlossen ist und denen es nicht möglich ist, in ihrer häuslichen Umgebung zu verbleiben, haben hier die Möglichkeit, ihre letzten Lebenstage in Würde und liebevoller Begleitung zu verbringen. Kosten entstehen dabei keine, als Voraussetzung zur Aufnahme wird lediglich ein entsprechendes Gutachten des behandelnden Arztes benötigt.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen der erkrankte Mensch und dessen Angehörige. Das Hospiz versteht sich mit seinen elf Einbettzimmern nicht als Krankenhaus, sondern als Herberge, die zusätzlich Übernachtungsmöglichkeiten für die Familie bietet. In diesem Sinne wird auch nicht von Patienten, sondern von Gästen gesprochen. Das Hospiz soll sowohl ein Ort des Lebens als auch des Abschieds sein. Ergänzt wird die ganzheitliche medizinische Betreuung der Hospizgäste durch Gesprächsbegleitung und psychosoziale sowie spirituelle und seelsorgerische Hilfe, die auch die Angehörigen in ihrem Abschiednehmen und Trauern mit einschließt.

Das Hospiz am Stadtwald ist eingebettet in das Lebenszentrum Uelzen. Hierzu gehören neben dem Hospiz das ebenfalls 2014 eröffnete „Servicewohnen Am Stadtwald“ mit 40 Appartments sowie das bereits seit 45 Jahren bestehende „Adventaltenheim Uelzen“. Den Mittelpunkt der Anlage bildet das Kirchengebäude der Adventgemeinde, alles ist eng miteinander verknüpft und schafft somit eine Art Campus-Atmosphäre.

Ganz wichtig: Sowohl das Hospiz als auch alle anderen Einrichtungen auf dem Gelände stehen allen Menschen unabhängig von ihrer Konfession oder Herkunft offen.

Im Hospiz sind qualifizierte Fachkräfte tätig, die auch über Weiterbildungen im Bereich der Palliativpflege verfügen. Unterstützt wird deren Arbeit durch eine Kooperation mit dem „Hospizdienst im Landkreis Uelzen e.V.“, welcher ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter ausbildet, die erkrankte Menschen ambulant und stationär betreuen. Diese bringen viel Zeit zum Reden, Schweigen und Zuhören mit. Zudem können offene Fragen anteilnehmend besprochen werden.

Obwohl die anfallenden Kosten für einen Aufenthalt im Hospiz in der Regel zu 90 Prozent von Kranken- und Pflegekassen übernommen werden, muss das Hospiz die restlichen zehn Prozent allerdings selber tragen. Daher werden stets Menschen gesucht, die die Hospizidee ideell und finanziell unterstützen. Zu diesem Zweck wurde eigens ein Förderverein ins Leben gerufen, bei dem jeder herzlich willkommen ist.

Für alle Fragen zur Aufnahme sowie zur Unterstützung steht die Sozialarbeiterin Frau Doris Wienick unter der Telefonnummer (05 81) 97 16 56 02 gerne zur Verfügung.

Die ersten Gäste können ab Montag 3.März, aufgenommen werden.

Ort für Leben und Abschied

Am 1. März öffnet das neue Hospiz am Stadtwald / 2,2 Millionen Euro investiert

25.02.2014

Von Ines Bräutigam

Uelzen. Schwerstkranke in ihrer letzten Lebensphase stationär zu begleiten – das hat sich das Team des Hospizes am Uelzener Stadtwald auf die Fahnen geschrieben.

Am 1. März nimmt die Einrichtung des Advent-Wohlfahrtswerks und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die nebenan auch ein Seniorenheim und ebenfalls neu entstandene Wohnungen betreiben, ihren Betrieb auf. Der erste Patient wird bereits am 3. März eines der insgesamt elf Hospiz-Zimmer beziehen.

Menschen, deren Lebenserwartung nur noch kurz ist, die eine in naher Zukunft den Tod bringende Diagnose haben und nicht zu Hause betreut werden können, finden im Hospiz Aufnahme. Die häufigste Diagnose der Sterbenskranken sei Krebs, sagt Geschäftsführer Georg Remmert. Ob ein Mensch ins Hospiz geht, entscheiden in der Regel die Hausärzte oder Klinikärzte. Die Todkranken erfahren im Hospiz soziale Kontakte, erleben Begegnungen, werden rundum versorgt, und wenn es machbar ist, werden auch so viele Wünsche wie möglich erfüllt. Und ja, betont, Georg Remmert, es wird auch gelacht. Viel sogar. „Es geht im Hospiz nicht mehr darum, was gesund macht oder krank, sondern darum, was Spaß macht.“ Dass in all dem die Angehörigen immer mitgenommen werden, versteht sich von selbst.

2,2 Millionen Euro haben die Adventisten in den Neubau am Stadtwald investiert, elf Arbeitsplätze werden geschaffen. Und Georg Remmert und auch Pflegedienstleitung Martina Schubert-Messenbrink sowie Sozialarbeiterin Doris Wienick betonen, dass man hier „ein offenes Haus“ anbiete. Aufgenommen wird jeder, unabhängig von seiner Konfession. Jeder Interessierte ist willkommen, um sich die Räume anzusehen. Und Ehrenamtliche, die sich einbringen möchten, sind ebenfalls gern gesehen. Eine Kooperation mit dem Hospizdienst des Landkreises Uelzen ist auch schon vereinbart worden.

Außerdem gibt es einen Förderverein für die neue Einrichtung am Stadtwald, denn in einem stationären Hospiz übernehmen die Kranken- und Pflegekassen nur 90 Prozent der Kosten. Die übrigen zehn Prozent muss der Hospiz-Betreiber selbst tragen und durch Spenden einwerben. Für viele, weiß Georg Remmert, sei das Thema Tod immer noch ein Tabu und behaftet mit Angst und Unsicherheiten. Doch Sterben und Sterbende gehörten zum Leben dazu. Mit dem Hospiz sei ein Ort des Lebens und des Abschieds entstanden, der eine würdevolle letzte Lebensphase des Menschen ermögliche.